Joanne Harris: Chocolat


Chocolat_klein┬╗Anouk w├Ąlzt sich unruhig im Schlaf hin und her. Feinf├╝hlig, wie sie ist, sp├╝rt sie, dass ich wach bin, und versucht, sich durch einen Morast von Tr├Ąumen zu k├Ąmpfen und auch aufzuwachen. Ich atme ganz ruhig, bis sie wieder in Tiefschlaf versinkt.┬ź

Dies ist nur ein Beispiel f├╝r die wundervolle Sprache der Joanne Harris. Ihr gl├╝ckt, Assoziationen im Leser hervorzurufen, die ihn in eine andere Welt entf├╝hren helfen, ihn zutiefst ber├╝hren. Frankreich, Vianne, Armand, Roux und Anouk lieben zu lernen. Ein au├čergew├Âhnliches Dasein kennen zu lernen. Die metaphysische Bedeutung des Windes, die Kraft unserer l├Ąngst verdr├Ąngten inneren Stimme, zu erfahren.

Herausragend gelingt Joanne Harris aber vor allem eins: dem Leser Lust auf Schokolade zu machen. W├Ąhrend der Lekt├╝re schmeckt der Leser Viannes Pralinen. Er ahnt, welche Kraft dieser veredelte s├╝├če Rohstoff der Kakaobohne aus├╝bt. Und w├╝nscht sich, im realen Leben die Chocolaterie der Vianne Rocher zu betreten.

Es war das erste Buch der Joanne Harris, das ich las. Ihre Idee, die Schokolade zum Inhalt einer Geschichte zu machen, ist genial. Und ihre Sprache ÔÇô  ist wie die s├╝├če Verlockung einer Praline. Denn sie verzaubert, l├Ąsst s├╝chtig werden. Danke daf├╝r.

Jacqueline Sterzik

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